10 kleine Geschenkideen zum (fast) Selbermachen

Jetzt ist es amtlich: Weihnachten ist nur noch 22 Tage von uns entfernt. Wie immer nimmt man sich vor, die Weihnachtseinkäufe so früh wie möglich zu erledigen. Und wie jedes Jahr scheitert es an der Umsetzung. So geht es mir auch. Jetzt sitze im alljährlichen Weihnachtsstress fest. Ich hab zwar viele Ideen im Kopf, aber in die Tat umgesetzt habe ich bisher noch (fast) gar nichts. Außerdem gibt es da noch ein Problem: mein selbst auferlegtes Kaufverbot für Sachen, die nicht unbedingt sein müssen. Aber wo ein Problem ist, da gibt ist auch eine Lösung!

 

Durch das Experiment, ein halbes Jahr keine Klamotten oder andere nicht notwendige Dinge zu kaufen, habe ich mich viel mit Nachhaltigkeit, Wiederverwertung und Upcycling beschäftigt. Und es gibt wohl kaum eine bessere Zeit als Weihnachten, um einige Ideen davon auszuprobieren und umzusetzen. Zumal ich aus der einen Ecke zu hören bekomme, dass immer weniger Menschen richtig Lust auf die ewige Schenkerei haben. Denn zum Glück verschiebt sich mittlerweile der Fokus auf das schöne Beisammensein und auf die gesellige Zeit mit den Lieben. Obwohl ich mir dann wiederum aus der anderen Ecke anhören muss, dass Weihnachten für viele eine erzwungene Familienzusammenkunft ist, bei denen Streitigkeiten aufs Neue ausbrechen oder Langeweile vorherrscht. Ein Körnchen Wahrheit mag da wohl drin stecken. Aber das gilt erstens nicht für alle und zweitens ist es dennoch schön, bei einem leckeren Essen und einer heißen Tasse Kakao mit seinem Lieben zusammen zu sitzen. Auch wenn man das eigentlich auch an jedem anderen Tag im Jahr machen könnte, ohne Geschenke!

 

ein Haufen Bastelutensilien
ein Haufen Bastelutensilien

 

Um auf die Geschenke zurück zu kommen: Die Ideen sind im Kopf und müssen nur noch umgesetzt werden. Ich präsentiere euch heute meine Favoriten in Sachen selbstgebastelte Präsente. Einige Sachen stehen schon seit eh und je jedes Jahr immer wieder auf meiner to-Do-Liste. Andere Sachen sind neu, so dass ich sie selbst erst einmal ausprobieren musste und noch machen muss. Vorweg habe ich mir vorgenommen, mir genau zu überlegen, was die Beschenkten wirklich brauchen könnten, wenn es geht, fast alles selbst zu basteln und unnötige Verpackung zu vermeiden (Zeitungspapier geht auch). Los geht`s!

 

1. Bilderrahmen aus alten Büchern

Eigentlich gehören Bücher in das Regal. Aber aus Büchern, die man nicht mag und die nur Staubfänger sind, lassen sich super Bilderrahmen basteln. Vor allem Bücher des älteren Semesters geben Bildern einen antiken Schick. Das ist so ´ne Upcyling-Idee, die ich noch ausprobieren werde. Die hilfreiche Anleitung habe ich bei gesehen und gesehen werden entdeckt. Mal kieken, ob es klappt! Ich werde berichten ;-)

 

2. aufgepimpte Hausschuhe

Eigentlich eine Idee aus der Not heraus: Die Sohle von meinen Hausschuhen (die üblichen von IKEA) hatte sich so gelöst, dass ich bei jedem zweiten Schritt hängen geblieben bin. Anstatt sie wegzuwerfen und Neue zu kaufen, hab ich die Schluppen zusammen geflickt und nebenbei ein bisschen aufgepimpt. Das geht super einfach, macht Spaß und man kann sich mehr oder weniger künstlerisch ausprobieren. Auch alte Kuscheltiere und Spielzeugautos sind hervorragend zum Verschönern von hausbackenen Latschen geeignet.

 

ausgelatschte Hausschuhe
ausgelatschte Hausschuhe
aufgepimpte Hausschluppen
aufgepimpte Hausschluppen

 

3. Selbst gestrickte oder genähte Mütze, Schal und Handschuhe

Bei selbstgestrickten Sachen muss man sich genau überlegen, ob die zehnte Mütze immer noch so gut ankommt! Also gut nachdenken, wer eine Mütze, Schal, Handschuhe oder super coole Stricksocken wirklich gebrauchen könnte. Ich habe neulich ein schönes Schnittmuster für eine Loop-Schal und einen Beanie gesehen, die ich in den kommenden Tagen mal ausprobieren werde!

 

4. selbstgemachte Plätzchen verschenken

In den nächsten vier Wochen kommt keiner drum herum, Plätzchen und anderen Leckereien zu backen. Warum nicht mal ein paar Backbleche mehr machen und die Leckerbissen hübsch verpackt verschenken? Neben den klassischen Keksen, Vanillekipferln und dem Schwarz-Weiß-Gebäck lohnt es sich, neue Rezepte auszuprobieren. Gerne auch mit weniger Zucker (ist nicht gut für die Gesundheit) und mit mehr winterlichen Gewürzen. Die gebackenen Wunderwerke kommen dann in aufgepeppte Einmachgläser und sind eine prima weihnachtliche Aufmerksamkeit.

 

ein besonderes Portrait-Plätzchen
ein besonderes Portrait-Plätzchen

Rezept für Buttersterne


400 g Mandelmehl oder Haselnussmehl oder gemischt

1 TL Zimt

175 g Honig (man kann auch weniger Honig nehmen, oder es durch Agavendicksaft ersetzen)

1 Eidotter

1 EL Arrak

250 g Butter

 

So geht´s:

Haselnuss- und Mandelmehl zusammen mit dem Honig, dem Eidotter und Arrak in einer Schüssel verrühren. Kalte Butter in kleinen Scheiben dazugeben, schnell verkneten und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

 

Am Tag des Backens den Teig in kleinen Portionen auf einer bemehlten Fläche ausrollen, Sterne ausstechen, auf ein Blech legen und mit Milch oder Eigelb bestreichen. Anschließend bei 175 Grad circa 15 Minuten backen lassen!

 

Man kann auch Nüsse, Rosinen oder Zartbitterstücken noch vor dem Backen auf die Plätzchen verteilen bzw. in den Teig einarbeiten!


 

5. Der Klassiker - Das selbstgemachte Fotoalbum

Das Fotoalbum ist mein persönlicher erster Platz auf der Liste der Geschenke! In Erinnerung zu blättern und dabei in glücklichen Momenten zu schwelgen - das ist das Größte! Trotz aller digitalen Möglichkeiten, schnell, preiswert und im coolen Design Alben am Computer zu gestalten, mag ich lieber die altmodische Art und Weise: entwickelte oder ausgedruckte Fotos in das Album einkleben, Texte und Notizen dazu schreiben oder Verzierungen und kleine Andenken wie Eintritts- oder Theaterkarten, Blüten usw. dazu kleben. So entsteht ein ganz persönliches Andenken an ein Jubiläum, ein entzückender Jahresrückblick oder ein Hochzeitsalbum für die Ewigkeit.

 

6. Kalender basteln - für Geburtstage oder Jahr für Jahr neu

Auch ein Kalender kann ein kleiner individueller Jahresrückblick für die Familie sein. Einfach Fotos aus dem Jahr von besonderen Augenblicken entwickeln lassen und einkleben. Entweder man entscheidet sich für eine gekaufte Vorlage oder man bastelt auf die gute altmodische Art selbst. Festen Karton zurecht schneiden, Kalendarium auf das jeweilige Monatsblatt schreiben oder kleben und eine Form der Aufhänge/ Verbindens finden. Super ist natürlich auch schon das Eintragen von Geburtstagen - so vergisst niemand mehr euren Geburtstag!

 

bunte Stifte, Fotos, Kleber, Papier und eins, zwei fertig ist der Kalender und das Fotoalbum
bunte Stifte, Fotos, Kleber, Papier und eins, zwei fertig ist der Kalender und das Fotoalbum

 

7. Handytaschen

Unikate für unsere mobilen Lieblinge! Aus Filz oder anderen robusten Stoffen lassen sich ganz einfach Handytaschen individuell gestalten. Dazu braucht man nicht unbedingt eine Nähmaschine, die Taschen kann man auch mit einem doppelten Stich selbstnähen. Maße abmessen, Stoff aussuchen und ab geht’s. Auch der Kalender kann eine Schutzhülle gut vertragen.

 

8. Stoffbeutel

Einen hippen und ökologischen Stoffbeutel selbst zu machen, ist schon ein bisschen aufwändiger und Bedarf eigentlich auch einer Nähmaschine für den besseren Halt der Nähte. Grundlagen sind auch hier Stoff, Nadel und Faden. Dank des Internets lassen sich auch zahlreiche hilfreiche Anleitungen finden, egal ob aus neuem Stoff oder mit der Upcyling-Variante aus einem alten T-Shirt! Ich hab mich bei Strich und Faden umgesehen und hab eine sehr hilfreiche Anleitung gefunden.

 

9. Duftkissen

Schnell und unkompliziert lassen sich Duftkissen basteln. Dazu braucht ihr nur übrig gebliebene Stoffe, die sich zu kleinen Beutelchen zusammen nähen lassen. Bevor diese abschließend zugenäht werden, müssen sie natürlich noch mit feinen Düften eines Potpourris oder mit Lavendel gefüllt werden. Die Beschenken können sich dann über wunderbar duftende Wäscheschränke und Kommoden freuen!

 

Wer keinen neuen Stoff kaufen will, der guckt einfach in seinen Schrank! Alte, nicht mehr brauchbare (auch nicht zum Spenden) Kleidung oder Wäsche kann man prima zu neuen tollen Sachen umfunktionieren!

 

aus bunten Stofffetzen, Nadel und Faden werden Handytaschen und Duftsäckchen
aus bunten Stofffetzen, Nadel und Faden werden Handytaschen und Duftsäckchen

 

10. ZEIT - Gutscheine

Gutscheine für ein Abendessen zu Zweit, einen Ausflug in den Tierpark oder Babysitten der Neffen und Nichten sind keine neue Innovation. Sie sind einfach nur in Vergessenheit geraten. Anstatt irgendwas zu kaufen, ist es besser, seine Zeit sinnvoll zu verschenken. Ein Gutschein dieser Art ist schnell gebastelt oder man nutzt den Service von zeit-statt-zeug (ein symphatisches Projekt, hinter dem eine Werbeagentur steckt).

 

Es gibt noch viele weitere Geschenkideen, zum Beispiel ein Probe-Abo für ein schönes Magazin oder ´ne Probe-Biokiste. Wer sich ein bisschen Gedanken über den Beschenkten macht, der kommt schon auf eine zündende Idee! Vielen mögen jetzt auch anmerken, woher die Zeit nehmen wenn nicht stehlen, um das alles noch hinzubekommen. Aber ihr werdet sehen, beim abendlichen Fernsehfilm kann man prima die Fotos in das Album kleben, die kleinen Duftsäckchen nähen oder Pantoffeln aufpimpen. Man muss es nur machen! Wie bei allen Dingen im Leben.

 

Bei all der Schenkerei und Einkauferei sollten wir aber auch einen Blick über den Tellerrand werfen. Gerade jetzt, wo es über die Wintermonate wieder so kalt wird, kann man mal wieder den Kleiderschrank ausmisten und alte, ungeliebte Pullover, Jacken und Hosen aussortieren. Diese landen dann sinnvollerweise entweder in der Kleiderspende oder am besten direkt bei der Berliner Stadtmission. Schlafsäcke sind da ebenfalls immer gern gesehen. Außerdem kann man die Aktion Kältebus durch eine kleine Spende unterstützen. Auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist und manche meinen, dass es nur das schlechte Gewissen beruhigt. Aber jeder muss für sich selbst entscheiden, wie weit sein Engagement geht und wie viel er machen möchte.

 

Hauptsache ist doch, man macht etwas!