11 Fakten über die Berlinale 2016

das FAF (Filmtheater am Friedrichshain) ist auch dieses Jahr wieder Spielstätte der Berlinale
das FAF (Filmtheater am Friedrichshain) ist auch dieses Jahr wieder Spielstätte der Berlinale

Jedes Jahr aufs Neue verwandelt sich Berlin zum Mekka der Cineasten. Bei den diejährigen 66. Internationalen Filmfestspielen dreht sich wieder einmal alles um das große und kleine Kino. Vom 11. bis 21. Februar kommen nicht nur Filmenthusiasten voll auf ihre Kosten, sondern auch die Stars und Sternchen tummeln sich wieder auf dem roten Teppich im Schein des Blitzlichtgewitters.

 

Zur Vorbereitung auf das große Berliner Event gibt es ein paar wissenswerte Fakten rund um die Berlinale 2016 und ihre Geschichte.

 

1.

Die erste Berlinale eröffnete der Filmhistoriker Alfred Bauer im Sommer 1951 im Titania-Palast, dank finanzieller Unterstützung des US-amerikanischen Militärs. Die Idee dazu hatte der Offizier Oscar Martay, der nach dem Zweiten Weltkrieg verantwortlich für die Genehmigung deutscher Produktionen war. Er rief die Berlinale ins Leben, um sowohl den deutschen Film als auch Berlin als kulturelle Spielstätte wieder ins Rampenlicht zu rücken.

 

2.

Der Goldene Bär war von Anfang an dabei: die Vorlage gestaltete die Bildhauerin Renée Sintenis. Heute gibt es auch noch den silbernen Bären, die Berlinale-Kamera, den Gläsernen Bären und viele, viele weitere Auszeichnungen. Da verliert man glatt die Übersicht!

 

3.

Die Berlinale sah sich schon immer als das künstlerische und politische Gegenstück zu den Filmfestivals in Cannes und Venedig. Doch auch Glanz und Glamour waren in Berlin immer präsent, spätestens seitdem die Internationalen Filmfestspiele ihren festen Platz im Kalender der Filmwelt erhielten. Auch wenn in manch einem Berlinale-Jahr politische Wirrungen und Skandale einen deutlichen Mangel an Stars verspüren ließen.

 

4.

Ab 1952 bestimmte das Publikum über die Vergabe der Preise, ganz einfach durch ihre Eintrittskarten: Ein Riss in der Kinokarte bestimmte über "sehr gut", "gut" und "mäßig" bis hin zu "schlecht". Mit dieser Art der Bewertung fielen wahrscheinlich einige filmische Meisterwerke durch den Geschmackstest der Zuschauer. Wenige Jahre später entschieden die Festivalorganisatoren dann doch auf eine internationale Jury zurückzugreifen, um den künstlerischen Aspekten der Filme wieder Ausdruck zu verleihen.

 

5.

Der neueröffnete Zoo-Palast wurde 1957 zum Berlinale-Kino erklärt und sollte es bis 1999 bleiben. Seit 2000 ist das Theater am Potsdamer Platz offzielle Heimstätte der Internationalen Filmfestspiele und wird während der elf Festivaltage auch liebevoll Berlinale-Palast genannt.

 

6.

Der Festival-Beitrag von Michael Verhoeven "O.K.", eine Vietnam-Parabel, spaltete die Organisatoren, das Publikum und die Jury so sehr, dass sich die Jury selbst auflöste und der Wettbewerb im Jahr 1970 ohne Preisvergabe eingestellt wurde. Das erste und bisher einzige Mal in der Geschichte der Berlinale.

 

7.

Der Defa-Film "Die Frau und der Fremde" von Rainer Simons wurde 1985 als erster DDR-Film überhaupt mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

 

8.

Seit 1988 finden auch die schwullesbischen Filme Anerkennung mit der Verleihung des Teddy-Awards.

 

9.

Die Berlinale 2016 zeigt insgesamt 434 Filme in elf Tagen im offiziellen Programm! Davon streiten sich 18 Filme in der Haupsektion Wettbewerb um den Goldenen Bären, der von der internationalen Jury unter der Präsidentschaft von Filmikone Meryl Streep verliehen wird. Alle weiteren Filme ringen um Ehre, Ruhm und weitere Auszeichnungen in neun verschiedenen Sektion sowie in drei Sonderreihen.

 

10.

"Berlinale goes Kiez" ist so eine Sonderreihe. Seit 2010 zieht der rote Berlinale-Teppich von Kiezkino zu Kiezkino und erweist sich als Höhepunkt des Berliner Publikums. Die Karten sind heiß begehrt. Diesmal stehen folgende Kinos auf dem Programm: ACUDkino (Mitte), Babylon (Kreuzberg), City Kino Wedding im Centre Français de Berlin (Wedding), IL KINO (Neukölln), Neue Kammerspiele (Kleinmachnow), Toni & Tonino (Weißensee), Kino UNION (Friedrichshagen).

Da der Vorverkauf schon am Montag begonnen hat, sind die meisten Online-Tickets für diese Sonderreihe schon weg. Aber man kann an der Abendkasse immer noch Restkarten ergattern.


11.

Der längste Film der diesjährigen Berlinale wird das achtstündige philippinische Werk "A Lullaby to the Sorrowful Mystery" sein.

 

 

Zum Auftakt eröffnet die internationale Premiere des Coen-Brothers Films "Hail, Caesar!" die Berlinale 2016 und gleichzeitig läutet er den Starreigen am roten Teppich des Berlinale Palastes ein.

 

Die Tickets gibt es immer drei Tage im Voraus an allen offiziellen Vorverkaufsstellen der Berlinale: Postdamer Platz Arkaden, Kino International, Haus der Berliner Festspiele und der Audi City Berlin. Auch online ist eine begrenzte Anzahl von Tickets buchbar. Weitere Infos auch auf der Festival-Seite.

 

 

Lasst die Spiele beginnen!

 

 


weitere Links zum Thema Berlinale:

eine kleine Geschichte der Berlinale gibt es auf den Seiten des rbb

alle Informationen rund um die aktuelle Berlinale auf der offiziellen Homepage

ARTE widmet sich natürlich auch ausführlich der schönen Filmkünste