Eine Reise in die Toskana

 

Falls ihr noch nach einer Reisedestination für den Sommer oder Herbst sucht, findet ihr hier einen kleinen, aber feinen Reisetipp: die Toskana!

 

Wir waren letztes Jahr Anfang Oktober in Mittelitalien und was soll ich sagen - es war traumhaft. Zusammengefasst würde auf der Postkarte an Omi stehen: die Sonne scheint, es ist herrliches Kurze-Hosen-Wetter, das Essen schmeckt phantastisch und die Landschaft ist wunderschön abwechslungsreich.

 

Mein erstes Mal Italien hatte ich mir in etwa so vorgestellt: wir stolpern alle naselang über antike Steine, sehen Überreste von römischen Amphitheatern, Aquädukten, Palästen und Badeanstalten. Auch die typisch toskanische Landschaft tauchte vor meinem inneren Auge auf - mit weiten Olivenhainen, einsamen Landhäusern und Alleen, die von Pinien gesäumt vom Sonnenuntergang erleuchtet werden.

 

Um es kurz zu machen: ich war mit meinen Erwartungen ein wenig auf dem Holzweg, wurde allerdings auch nicht enttäuscht, dafür umso mehr überrascht! Die Toskana war eindrucksvoll, spannend und geizte nicht mit leckeren Speisen.

 

Blick über endlose Hügellandschaften
Blick über endlose Hügellandschaften
Weinberge bei Tag und Regenbogen
Weinberge bei Tag und Regenbogen
Weinberge bei Vollmond
Weinberge bei Vollmond

 

Scansano

 

Scansano war der Dreh- und Angelpunkt unserer Reise, eine mittelalterliche Stadt mitten in der Provinz Grosseto. Am Tag unserer Ankunft empfingen uns herrlicher Sonnenschein bei 23 Grad, eine wunderbare Hütte in der Einsamkeit, eine Herde Schafe und ein Granatapfelbaum, dessen Früchte förmlich danach schrien, von mir gegessen zu werden.

 

Bei unseren fast täglichen Erkundungen in der Umgebung ging mir so langsam ein Licht auf. Denn wenn ich den Reiseführer aufmerksamer gelesen hätte, wäre mir aufgefallen, dass die Toskana das Beispiel schlechthin für gut erhaltende mittelalterliche Burgen, prachtvolle Paläste und Piazzen der Renaissance, hoch hinausragende religiöse Stätten der Gotik sowie der Kunst und Wirtschaft Italiens ist.

 

Wolken über Scansano
Wolken über Scansano
typische kleine Gassen...
typische kleine Gassen...
...mit typischer liebevoller Bepflanzung
...mit typischer liebevoller Bepflanzung

Blaskapellenaufmarsch in Orbetello
Blaskapellenaufmarsch in Orbetello
eine etruskische Ausgrabungsstätte, spannend aber man braucht auch viel Vorstellungskraft
eine etruskische Ausgrabungsstätte, spannend aber man braucht auch viel Vorstellungskraft

 

Siena, Pisa, Talamone, Pitigliano  - Städte zum Träumen

 

Auch wenn wir auf unserer Reise nicht alle großen Städte der Toskana besuchen konnten, hat die damalige zeitgenössiche Architektur einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Diese Seiten der Renainssance und Gotik lassen sich aber auch nur schwer verstecken - die prunkvollen Paläste aus Marmor, der Piazza del Campo (berühmt für das alljährliche Pferderennen Palio) in Siena und natürlich der schiefe Turm von Pisa, der wirklich sehr, sehr schief ist.

 

Wunderschön und äußerst romantisch waren die vielen kleinen Bergstädtchen entlang der Serpentinen von der Küste aus in das Landesinnere. Pitigliano zum Beispiel begrüßte uns mit einem atemberaubenden Anblick: im Licht der untergehenden Sonne standen die dicht an dich gebauten Häuser am Rande des Abgrundes, jederzeit bereit, in die Tiefen zu stürzen! Aus der Sicht der Urlaubsbrille sah eine Stadt schöner aus als die andere - so muss das auch sein mit der Urlaubsbrille. 

 

die Hafenstadt Talamone
die Hafenstadt Talamone
Siena bei Regen
Siena bei Regen
Palazzo Publico
Palazzo Publico
Marmor, Stein und Eisen...
Marmor, Stein und Eisen...

Dom von Siena
Dom von Siena
Ausblick auf den Dom von Siena
Ausblick auf den Dom von Siena
der Schiefe Turm von Pisa ist wirklich unglaublich schief
der Schiefe Turm von Pisa ist wirklich unglaublich schief
der Arno in Pisa
der Arno in Pisa
stiller Protest
stiller Protest

Piazza versteckt in Pisas Innenstadt
Piazza versteckt in Pisas Innenstadt
Leben am Abhang - das wunderschöne kleine Städtchen Pitigliano
Leben am Abhang - das wunderschöne kleine Städtchen Pitigliano

 

Natur und wildes Leben der Toskana

 

Natürlich gab es nicht nur historische Städte zu besuchen, sondern auch reichlich Natur - niemals endende Olivenhaine, die so schnell nicht langweilig wurden anzuschauen; endlose Weinberge, die in herbstlichen Farben leuchteten; das Meer und die Wellen; blauer Himmel mit wunderschönen Wolkenformationen, die zum Träumen verleiteten und die Maremma, die nicht nur landschaftlich reizte, sondern auch eine bunte Vielfalt von wilden Tieren beherbergte.

 

Kleine Kaltblüter
Kleine Kaltblüter
die wilden Pferde der Maremma
die wilden Pferde der Maremma
der nicht so wilde Fuchs der Maremma
der nicht so wilde Fuchs der Maremma

Kleiner Besucher, der seine Spuren hinterlassen hat
Kleiner Besucher, der seine Spuren hinterlassen hat
buntes Vögelchen
buntes Vögelchen

 

Sterne

 

Das Beste zum Schluss: Natürlich hatte der Sternenhimmel des Nachts eine hohen Stellenwert auf unserer Reise. Vom sternenklaren Firmament über taghellem Vollmond bishin zu romantischen Sonnenuntergängen hatten wir das ganze Spektrum an vorabendlichen und nächtlichen Erscheinungen.

 

mitten im Nichts
mitten im Nichts
Wolkenbrüche und Blitze in einer lauen Herbstnacht
Wolkenbrüche und Blitze in einer lauen Herbstnacht
Milchstrasse über dem Weinberg
Milchstrasse über dem Weinberg
unser Häuschen und der traumhafte Ausblick
unser Häuschen und der traumhafte Ausblick

 

Vielleicht sollte auf der Postkarte an Omi doch mehr stehen. Allerdings passt da immer so wenig drauf! Auf jeden Fall schreibe ich das nächste Mal: Toskana, ich werde wiederkommen!

 

....Ciao und Arrivederici

 

Kleiner Tipp am Rande:

Auch in der Toskana wird viel Agritourismus angeboten. Je nach Größe des Geldbeutels und nach Geschmack kann man es sich auch in einheimischen Gästehäusern oder umgebauten Landhäusern gemütlich machen.